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Shona-Bildhauerei


„Die Shona-Bildhauerkunst ist die bedeutendste Kunstform, die in diesem Jahrhundert von Afrika aus hervorgegangen ist“. 
              Newsweek Magazin      

Steinskulpturen aus Simbabwe sind heute international als große moderne Kunst Afrikas, als beachtenswerte zeitgenössische Kunstbewegung anerkannt: 

„... es ist außergewöhnlich, dass von den zehn führenden Steinbildhauern der Welt vielleicht fünf zu einem einzigen afrikanischen Stamm, den Shona, gehören“.
 
        Sunday Telegraph 
 



"Die Pfeiferin" von Rachel  Ndandarika.

Die Werke sind als „Shona-Skulpturen“ oder „Zimbabwe Stone Sculptures“ bekannt. Die Kunstbewegung hat eine multikulturelle Dimension. Die meisten Künstler gehören zum Stamm der Shona, aber auch auch Ndebele, Chewa, Yao aus Malawi sowie Mbunda aus Angola und Mosambik sind vertreten.

Der Ursprung

Die Shona-Bildhauerei entwickelte sich Ende der 50er Jahre im damalige Süd-Rhodesien, heute Simbabwe, als Tom Blomefield sich der Bildhauerei verschrieb. Bald erkannte er, dass seine schwarzen Farmarbeiter weit mehr talentiert waren als er und förderte ihre Arbeit auf seinem Wohnsitz in Tengenenge nördlich von Harare, der Hauptstadt von Simbabwe. Hier entstand das erste Zentrum der Shona-Bildhauerkunst. Blomefield lernte dann Frank Mc Ewen kennen, der 1957 im damaligen Salisbury (heute Harare) die Leitung der Nationalgalerie übernahm. Er hatte sich mit der langen Tradition der sogenannten „Primitiven Kunst“ Afrikas und deren Einfluss auf die westliche Kunst des 20. Jh., nicht zuletzt auf Picasso und Henry Moore, beschäftigt. Er begeisterte sich für die gestalterische Begabung der Afrikaner und förderte sie.

Die ersten Ausstellungen 

Zwischen 1962 und 1972 organisierte McEwen Ausstellungen in Paris, London und New York und stellte die Skulpturen erstmals einem internationalen Publikum vor. Die Neugierde der internationalen Kunstszene war geweckt und der Grundstein für eine neue Kunstrichtung gelegt. Es folgten weitere Präsentationen in Paris, London und anderen Weltstädten. In den letzten Jahren fanden auch in Deutschland, der Schweiz und in Österreich (1985 und 1986 in Wien) Ausstellungen statt. 

Die Künstler 

Die Bildhauer der „Ersten Generation“, die den Stil der Skulpturen maßgeblich prägten, sind Henry Munyaradzi, Nicholas Mukomberanwa, John Takawira (gestorben 1988), Bernard Takawira, Bernard Matamera und Akuda Fanizani. Zur „Zweiten Generation“ gehören z.B. Norbert Shamuyarira, Albert Mamvura, Damian Manuhwa, Lazarus Takawira und Joseph Ndandarika (gestorben 1991) sowie die Frauen Agnes Nyanhongo und Locadia Ndandarika. In den letzten Jahren setzten junge, weitgehend noch unbekannte Künstler neue Akzente.

Die Werke 

Alle Bildhauer arbeiten mit dem in ihrer Landschaft vorhandenen Stein – meist verschiedene Arten von Serpentin. Häufig finden die Künstler ihre Themen intuitiv indem sie sich von der Beschaffenheit des unbehauenen Steins leiten lassen. Viele Motive stehen im Zusammenhang mit Gesellschaft und Familie. Alte Weisheiten, die in Mythen und Legenden, in Erzählungen, Sprichwörtern und Liedern überliefert sind, werden auch in zahlreichen Skulpturen zum Ausdruck gebracht.
Mehr Informationen über die verschiedenen Stein-Arten finden Sie HIER ->.

„These marvellous Shona sculptures from Zimbabwe speak for  Africa but they also speak for us all, They restore a dignity  to art which is in danger of losing“.         Sunday Telegraph

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Stand: 04. Jänner 2010 17:29:23 +0100