 |
Bogolan
Mali
Die Textilien werden auf Handwebstühlen in
schmalen Streifen gewebt und zu größeren Stücken genäht. Für die Muster werden
Naturfarben verwendet. Die braune Farbe stammt von einer Baumrinde, die gelbe
von Blättern. Schwarz ist eine Erdfarbe und das Weiß stammt von einer
Erdnuss-Seife.
Nach jedem Färbevorgang werden die Stoffstücke zumindest einen ganzen Tag
in die Sonne gelegt, damit das UV-Licht der Sonne die Farben fixiert.
Vom Schal und Tischläufer über Wandbehang bis
zum Bettüberwurf (2 x 3 m). Auch für kreative Näher und Näherinnen. |
 |
Mbuti-Rindenbast-Stoffe
NO–Zaire
Mbuti sind eine der wenigen noch verbliebenen Ethnien der „Jäger und
Sammler Kultur“ in der heutigen Welt. Ihre Zeichnungen sind von
besonderer Eigenart. Die ca. 40 x 70 cm großen Stoffe werden als
Hüfttuch zu besonderen Anlässen getragen. In den Zeichnungen finden sich
Symbole des Waldlebens. Zur Herstellung wird die faserige Innenseite von
Baumrinde herausgelöst und durch mehrmaliges Wässern, Schlagen und
Trocknen solange bearbeitet, bis das faserige Material zur Fläche
ausgebreitet ist. Die Mbuti verwenden Pflanzen- und Fruchtfarben.
Als Wandbehang. |
 |
Kasai-Plüsche
Kongo
Zu den eindrucksvollsten Textilien Afrikas
zählen die Raffia-Plüsche der Bakuba. Erstmals wurden sie von
den Botanikern John Tradescant (Vater und Sohn) aus dem Kongo
im Jahr 1656 erwähnt.
Raffia-Textilien, Kleider und Matten gehörten zur Ausstattung der
Nobelschicht. Die Gewebe werden auch heute als Sitzkissen bei Festen verwendet. Sie dienten auch in
einigen Gebieten des Kongo-/Angola Gebiets als Währung.
Raffia-Gewebe inspirierten Künstler wie Paul Klee und Henri Matisse, die
eine große Sammlung solcher Plüsche besaßen.
Als Wandbehang, auch unter Glas. |
 |
Bushoong
Kongo – Zaire
Das markante Muster der gewebten
Raffia-Textilien gehört zu den besonderen Merkmalen der Kunst der Kuba in
Zentral Zaire (Kongo). Färben, Applikation und Stickerei kommen dabei zur
Anwendung.
Diese Frauen-Überkleider werden zu besonderen Anlässen über lange
Zeremonial-Kleider getragen. Männer bereiten das Material
auf und weben das Hauptstück. Den Frauen obliegt es, die
Stickerei und die Applikationen anzubringen. Länge: 2 - 6 m.
Als Wandbehang, längs oder quer.
|
 |
Sadza-Batik
Simbabwe
Diese farbenprächtige Textilien aus Simbabwe
werden im Batikverfahren hergestellt. Sie sind auch als "sadza paintings"
bekannt. Bei den vielfachen Färbeprozessen wird zum Freihalten der
jeweiligen Farbschicht – nicht wie sonst üblich Wachs – sondern eine Paste
aus Sadza, einem Maismehl verwendet.
Polsterüberzüge, Tischläufer, Wandbehang, Überwurf bis 2 x 2,5 m.
|
 |
Kartoffeldruck
Simbabwe
Mit meisterlichem Können werden aus
Kartoffeln Stempeln geschnitzt, deren Muster Stück für Stück auf das
Textil gedruckt wird.
Polsterüberzüge, Tischläufer.
Diese Motive gibt es auch als Siebdruck für Tischtücher, Wandbehänge,
Tischsets u.a.
|